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Aprä Inskription

Tja... Im letzten Beitrag fürchtete ich ja ein bisschen den Moment, wo die Uni "wirklich" beginnt. Das war vor etwa zwei Wochen. Das heisst, ich habe zwei Wochen "wirkliche" Uni hinter mir. Aus der Schweiz oder zumindest von Luzern ist man es sich ja gewohnt, dass das Semester gemächlich beginnt. Im Vergleich zu hier ist das aber Schnellzugtempo.
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Inskription

Höchste Zeit, den "Nicht-Schreibe-Bann" zu brechen.

Ich sitze hier im hässlichen aber, was Literaturausstattung anbelangt, ausgezeichneten Bibliothekshochaus der Uni X und blicke mit gemischten Gefühlen auf das sich abzeichnende Ende des mittlerweile vier Wochen dauernden Einschreibeprozederes ebendieser Bildungsinstitution. Fast schon wehmühtig gedenke ich des ersten administrativen Kontakts mit dem "service international", der diversen scheuen und fragenden Blicke in Büroräume, deren Funktion wohl einst durch die mittlerweile stumpf gewordenen Plaketten angekündigt wurde. Nach verlassen der Papiertigergehege fragte ich mich manchmal. ob mit den Lettern zugleich die Funktionen der Räume verschwunden waren. Ist mit dem Zeichen zugleich das Bezeichnete ermattet? Ist das Spiel der Differenzen eingestellt worden und leidet die Uni X - bzw. deren administrativer Arm - an einem bisher unerkannten Sinnverlust? Muss man die unfreundlichen Unimitarbeitenden nicht als Täter, sondern als Opfer begreifen? - Vielleicht.

Trotz mutmasslicher Sinnkrise der Uni, gelang es mir im Laufe der Wochen, genügend Informationen zusammenzutragen, um bald die diversen "pädagogischen Einschreibungen" vornehmen zu können. Das Mass an Empathie, das ich nach den eben erläuterten Reflexionen aufbringen konnte, scheint mir - rückblickend - nicht unmassgeblich gewesen zu sein. Im Laufe der Wochen gelangte ich durch zahlreiche glückliche Fügungen in den Besitz kleiner Informationshäppchen, welche mir - zu einem Ganzen zusammengesetzt - erlauben werden, in Kürze den finalen Einschreibeschritt zu vollziehen.

Ein bisschen Wehmut mischt sich wie gesagt auch in das absehbare Ende dieser Einschreibe-Periode. Diese ist offenbar darauf angelegt, chaotisch zu sein. Und abgesehen davon, hat man als Erasmus-Student das Vorrecht, sich in administrativen Angelegenheiten dumm anzustellen. Zwei entlastende Umstände also. Doch nächste Woche wirds ernst: Vorlesungsbeginn.

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Madame la chef de choeur

Klein ist sie und ganz quirlig. Sie rennt immer von Klavier zu Notenständer und fährt uns mit "gsch, gsch" an, wenn wir ruhig sein müssen. Sie wird wütend wenn wir den Ton falsch abnehmen und rauft sich die Haare, wenn wir den Akkord zum dritten Mal falsch erwischen. Oder sie schaut über den Rand ihrer Brille und lächelt amüsiert, wenn wir ihren Ausführungen zum musiktheoretischen Hintergrund eines Stückes nicht folgen können. Den Sopranistinnen führt sie gerne vor, wie man auch ganz hohe Töne quitschen kann ohne den Kiefer auszurenken (quand j'étais jeune...) und den Tenören bringt sie Intervalle gerne mit (mir un-) bekannten französischen Kinderliedern bei.
Das ist Madame la chef de choeur mit der ich von nun an jeden Montagabend in einem alten Klassenzimmer eines Lycées verbringen werde, um dann an Weihnachten die richtigen Töne auch vor Publikum zu treffen. Ganz sympathisch eigentlich.
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endlich online!

K. Nach nur 3 Wochen hat es endlich geklappt: Der Internetanschluss funktioniert (das ist hier wirklich ganz einfach: man braucht nur auf den offiziellen Wohnungsvertrag zu warten, den Papierkrieg mit der Bank zu überleben und nach der Anmeldung 10 Tage zu warten :-).
Dass Ihr bis jetzt nur spärlich Nachricht erhalten habt, wird sich wahrscheinlich nicht gross ändern; allerdings habt Ihr jetzt die Moeglichkeit Euch bei uns zu beschweren und zwar so dass es alle sehen können.
Mit dem neu erhaltenen Zugang zur Aussenwelt treten wir jetzt also auch in die 'je blogue, donc je suis' - Gemeinschaft ein und sind gespannt wie sich das anfühlt.
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