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Madame la chef de choeur

Klein ist sie und ganz quirlig. Sie rennt immer von Klavier zu Notenständer und fährt uns mit "gsch, gsch" an, wenn wir ruhig sein müssen. Sie wird wütend wenn wir den Ton falsch abnehmen und rauft sich die Haare, wenn wir den Akkord zum dritten Mal falsch erwischen. Oder sie schaut über den Rand ihrer Brille und lächelt amüsiert, wenn wir ihren Ausführungen zum musiktheoretischen Hintergrund eines Stückes nicht folgen können. Den Sopranistinnen führt sie gerne vor, wie man auch ganz hohe Töne quitschen kann ohne den Kiefer auszurenken (quand j'étais jeune...) und den Tenören bringt sie Intervalle gerne mit (mir un-) bekannten französischen Kinderliedern bei.
Das ist Madame la chef de choeur mit der ich von nun an jeden Montagabend in einem alten Klassenzimmer eines Lycées verbringen werde, um dann an Weihnachten die richtigen Töne auch vor Publikum zu treffen. Ganz sympathisch eigentlich.
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Before sunrise

Am Samstag morgen um sechs aufgestanden, mit Frühaufsteherin Morgenspaziergang durch die Stadt gemacht, um halb sieben bei der Sacré coeur: Aussicht auf graue, immer noch schlummernde Stadt, um sieben das erste, noch warme pain au chocolat, bei goldener Morgenstimmung an der Seine spaziert, Notre Dame ohne Touristenströme und schliesslich um halb zehn wieder zuhause zu Kaffee und ausgiebigem Frühstück. Wunderbar! Liebe Frühaufsteherin, danke dir!
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Klischees

K. Nachdem mir aus der Heimat die Information zugetragen wurde, die neue TGV - Verbindung von Basel nach Paris mache mit dem Image der unfreundlichen, arroganten Städter Werbung möchte ich für diese ein Wort einlegen. Obwohl ich bis jetzt auf amtlichen Botengängen stark auf das Verständnis meines Gegenübers angewiesen war und das Gegenüber selten wirklich auf das Verständnis meinerseits zählen konnte, waren ALLE ausnahmslos freundlich! (Auch dann, wenn ich kurz vor Ladenschluss mit viel Gestik erklären musste, was denn der Locher genau für eine Funktion als outil de bureau habe...)
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endlich online!

K. Nach nur 3 Wochen hat es endlich geklappt: Der Internetanschluss funktioniert (das ist hier wirklich ganz einfach: man braucht nur auf den offiziellen Wohnungsvertrag zu warten, den Papierkrieg mit der Bank zu überleben und nach der Anmeldung 10 Tage zu warten :-).
Dass Ihr bis jetzt nur spärlich Nachricht erhalten habt, wird sich wahrscheinlich nicht gross ändern; allerdings habt Ihr jetzt die Moeglichkeit Euch bei uns zu beschweren und zwar so dass es alle sehen können.
Mit dem neu erhaltenen Zugang zur Aussenwelt treten wir jetzt also auch in die 'je blogue, donc je suis' - Gemeinschaft ein und sind gespannt wie sich das anfühlt.
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