Madame la chef de choeur
Klein ist sie und ganz quirlig. Sie rennt immer von Klavier zu Notenständer und fährt uns mit "gsch, gsch" an, wenn wir ruhig sein müssen. Sie wird wütend wenn wir den Ton falsch abnehmen und rauft sich die Haare, wenn wir den Akkord zum dritten Mal falsch erwischen. Oder sie schaut über den Rand ihrer Brille und lächelt amüsiert, wenn wir ihren Ausführungen zum musiktheoretischen Hintergrund eines Stückes nicht folgen können. Den Sopranistinnen führt sie gerne vor, wie man auch ganz hohe Töne quitschen kann ohne den Kiefer auszurenken (quand j'étais jeune...) und den Tenören bringt sie Intervalle gerne mit (mir un-) bekannten französischen Kinderliedern bei.
Das ist Madame la chef de choeur mit der ich von nun an jeden Montagabend in einem alten Klassenzimmer eines Lycées verbringen werde, um dann an Weihnachten die richtigen Töne auch vor Publikum zu treffen. Ganz sympathisch eigentlich.
Das ist Madame la chef de choeur mit der ich von nun an jeden Montagabend in einem alten Klassenzimmer eines Lycées verbringen werde, um dann an Weihnachten die richtigen Töne auch vor Publikum zu treffen. Ganz sympathisch eigentlich.
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