Assemblée générale
Heute Mittag im Amphi C2: Nach und nach treten jede Menge junger Menschen (die sich um alle nur erdenklichen Körperteile Schals in diversen Farbe geschlungen haben) ein, begrüssen sich, lachen, plaudern, erklimmen die Stufen des grossen Vorlesungssaals und suchen sich einen Platz. Die ca. 200 Köpfe verzichten nebst vielen anderen Gründen (wie z.B. Sozialität oder Vorlesungsnotizentausch), sicherlich auch aufgrund eines Minimalmasses an politischem Interesse auf ihre Mittagspause um dem Assemblé générale der Studentenorganisation der Uni Nanterre beizuwohnen. Was sich in der darauffolgenden Stunde in diesem Raum ereignet, ist eine kleine Beschreibung wert: Der junge Mann, welcher selbstbewusst auf dem Rand des Podiums sitzt, ergreift das Mikrofon und erläutert kurz den Ablauf des Zusammentreffens. Zuerst darf ein anderer junger Mann - seines Zeichens angehender Jurist - das Gesetz der Autonomie der Universitäten, welches zurzeit in Planung ist, erläutern und erklären, wieso das böse ist und warum man dagegen kämpfen muss. Der junge Mann wirkt trotz Mikrofon und wirklich recht grossem Publikum sehr eloquent und macht uns auf die „consesquences hyper graves“ des Gesetzes aufmerksam.
Nach tosendem Beifall wird die „Debatte“ eröffnet. In einer bestimmten Reihenfolge haben verschiedene Vertreter unterschiedlicher, hochschulpolitischer Ausrichtungen jeweils 3 Minuten Zeit, ihr Statement abzugeben (Dass mir dabei die Unterschiede entgangen sind, führe ich auf meine mangelnden Sprachkenntnisse zurück.Die werden ja wohl kaum alle das Gleiche gesagt haben, oder?).
Diese drei Minuten aber, die haben es in sich!!!!! Die Redner reden, schreien, fuchteln mit den Händen und schneiden wilde Grimassen. Das Publikum, klatscht, schreit oder buht aber nicht minder fleissig, so dass die Redner allem Anschein nach froh sind, wenn der Moderator ihnen nach drei Minuten das Mik förmlich aus den Händen reisst um es dem nächsten Mutigen zu überreichen.
Irgendwie hat mich das Assemblée générale an das Zitat einer Mitstudentin (ihres Zeichens Urnerin) erinnert, die nach einem Abstimmungswochenende das Wahlverhalten ihres Heimatkantons sehr nonchalant mit folgenden Worten analysiert hat: „Egal was, die Urner sind einfach aus Prinzip dagegen!“
(Es muss noch gesagt werden: dieser Beitrag zielt nicht gegen die Bestrebungen der Studierenden das neue Gesetz zu bekämpfen! Das ist nämli wirklich böse!!)
Nach tosendem Beifall wird die „Debatte“ eröffnet. In einer bestimmten Reihenfolge haben verschiedene Vertreter unterschiedlicher, hochschulpolitischer Ausrichtungen jeweils 3 Minuten Zeit, ihr Statement abzugeben (Dass mir dabei die Unterschiede entgangen sind, führe ich auf meine mangelnden Sprachkenntnisse zurück.
Diese drei Minuten aber, die haben es in sich!!!!! Die Redner reden, schreien, fuchteln mit den Händen und schneiden wilde Grimassen. Das Publikum, klatscht, schreit oder buht aber nicht minder fleissig, so dass die Redner allem Anschein nach froh sind, wenn der Moderator ihnen nach drei Minuten das Mik förmlich aus den Händen reisst um es dem nächsten Mutigen zu überreichen.
Irgendwie hat mich das Assemblée générale an das Zitat einer Mitstudentin (ihres Zeichens Urnerin) erinnert, die nach einem Abstimmungswochenende das Wahlverhalten ihres Heimatkantons sehr nonchalant mit folgenden Worten analysiert hat: „Egal was, die Urner sind einfach aus Prinzip dagegen!“
(Es muss noch gesagt werden: dieser Beitrag zielt nicht gegen die Bestrebungen der Studierenden das neue Gesetz zu bekämpfen! Das ist nämli wirklich böse!!)
Kommentare
... und ich dachte stets dieses Zitat gilt für die SVP ... Wie dem auch sei, es scheint als ob halt alle ihre Konstanten brauchen: die Urner das Nein, die Frnzosen "la revolution". Also mein Kathin: ab uf d'Barrikade =)
Liebster Gruss
Sam
... und ich dachte stets dieses Zitat gilt für die SVP ... Wie dem auch sei, es scheint als ob halt alle ihre Konstanten brauchen: die Urner das Nein, die Frnzosen "la revolution". Also mein Liebes: ab uf d'Barrikade =)
Liebster Gruss
Sam
k.
@ 31.10.2007 10:06 CEST
ja,ich überlege mir ernsthaft ob ich eventuell ein bisschen revolution mitnehmen soll, wenn wir wieder heimkommen... so quasi statt einem eiffelturmschlüsselanhänger :-)
ja,ich überlege mir ernsthaft ob ich eventuell ein bisschen revolution mitnehmen soll, wenn wir wieder heimkommen... so quasi statt einem eiffelturmschlüsselanhänger :-)
Anna
@ 31.10.2007 18:44 CEST
Viva la Revolution!
Komm heim und dann stürzen wir zusammen die SOL!!!
Die ist nämlich auch bööööse. Sehr böse. Insbesondere zu mir :-)
Viva la Revolution!
Komm heim und dann stürzen wir zusammen die SOL!!!
Die ist nämlich auch bööööse. Sehr böse. Insbesondere zu mir :-)
mareien
@ 05.11.2007 21:36 CEST
meine scheries, bariii fehlt mir schüüli, schreibt doch bald mal wieder was! stadtsoziologische betrachtungen über den hasenmann vielleicht? habe übrigens rausgefunden dass die einglasigen pariser fenster dem doppelt verglasten basel gegenüber einen grossen vorteil haben: es ist wärmer draussen. (zwischen den zeilen wird die liebe k. leise reue lesen, dass der handeli-annektierung nicht aktiver widerstand geleistet wurde...)
meine scheries, bariii fehlt mir schüüli, schreibt doch bald mal wieder was! stadtsoziologische betrachtungen über den hasenmann vielleicht? habe übrigens rausgefunden dass die einglasigen pariser fenster dem doppelt verglasten basel gegenüber einen grossen vorteil haben: es ist wärmer draussen. (zwischen den zeilen wird die liebe k. leise reue lesen, dass der handeli-annektierung nicht aktiver widerstand geleistet wurde...)
Anna
@ 05.11.2007 21:45 CEST
hey marein, wann bist denn in old lucerne?? Die KT hat mir gestern geflüstert, dass noch was hast für mich :-)
hey marein, wann bist denn in old lucerne?? Die KT hat mir gestern geflüstert, dass noch was hast für mich :-)
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