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Stephanstag

Irgendwie regt der Stephanstag zum Bloggen an. Wieso kann ich nicht so genau sagen. Vielleicht liegt es daran, dass das grosse Nichtstun während dem vier- und dem fünfundzwanzigsten einem so erschöpft, dass man sich von ein paar selbst geschriebenen Zeilen etwas geistige Anregung erhofft (wie der Testlauf beim Drucker). Vielleicht ist es aber auch einfach so, dass es morgen ganz normal weitergehen sollte und dass ich stark daran zweifle, dass dies auch geschehen wird, obwohl ich mir das eine oder andere vorgenommen habe für die nächsten Tage.
Was ich eigentlich erzählen wollte - nämlich von der Weihnachtsmesse in der Notre Dame, von der Bescherung am 25. nach dem Brunch, dem Besuch in Versailles - spar ich mir besser für den Zeitpunkt, an dem der Testlauf beendet ist.
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Drrrr!

Weihnachten naht, die Erasmusstudenten verziehen sich (wir und die Südamerikaner bleiben) und (tusch!): Ich darf bald praktikanten tun!!! Juhuuu! Natürlich folgt jetzt eine Relativierung à la français: Wenn ich meine convention de stage abgegeben hab, diese wiederum erfolgreich und heil die Mühlsteine der französischen Bürokratie passiert hat und ich mich anschliessend bei der sécurité sociale eingeschrieben habe, DANN darf ich praktikanten tun. Und zwar 5 Monate und zwar 100% und zwar so gut wie unbezahlt. Nichtsdestotrotz ist die Freude gross! Schliesslich haben die Leute von 'meinem' Institut mich als würdige Kandidatin erachtet und der Mairie bzw. dem Bureau des Contrats Aidés, de l'Alternance et des Stages geschrieben, dass sie mich gerne als Parktikantin hätten. Und jetzt bin ich bis auf weiteres nicht ansprechbar, da Drrrrrr!
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dies und das

Blaue Weihnachtsbeleuchtung an der 'Tschämps Ilaisis' gesehen (gibt mit den Autolichtern blau-weiss-rot-blau; die Franzen sind P E R V E R S); Konzert vorbei (obwohl i hier ja keine Sau kenn, sind 10 Leute gekommen die ich irgendwie doch kenn); Guetzli versucht zu backen (blöder Ofen); schlechtes Gewissen (Uniuniuniuni...); Podcastfunktion entdeckt bei Garageband (ich werd meine Interviews doch aufnehmen können); mit Spanierinnen einen Abend lang 'französisch' gesprochen (wie soll ich diese Sprache so jemals lernen?); Kalt hier; Erkältung in der Warteschlange; Musée du quai Branly (Kunst aus Benin); Freude an meinen Adventskalendern (die sind S-U-P-E-R!!)... Und was macht Ihr so?
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Kurzzeitige Streikbrechung

Bei einer Diskussion über die Diskussion zum Thema Interdisziplinarität auf der KUSO Seite (www.kuso-unilu.ch) ein wunderschöner Versprecher von l.:
"Ja Interdisziplinarität ist ja schön und gut, aber es impliziert dass es eine Disziplin geben müsste und wenn es Leute gibt, die sich weigern Jesus, äh Luhmann zu lesen..."

(Ich glaube Niklas fehlt ihm WIRKLICH!)
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La lutte, c'est pas fini!

Letzte Woche freuten k. und ich uns auf das sich abzeichnende Ende der Streik- bzw. Blockadeperiode. Offiziell sind die Studis zwar noch am Blockieren. Tatsächlich ist es aber wie in der Redewendung vom Krieg, wo niemand hingeht.
Allerdings haben wir heute aber erfahren, dass ab nächsten MIttwoch wieder Streik der ÖV ist. Ojemine...
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Das Verhalten geschlechtsreifer Grossstädter im Dezember

Nach einigen Wochen Isolation - verschuldet durch Metro-Streik und Uni-Blockade - entschlossen k. und ich uns letztes Wochenende einem Intensiv-Resozialisierungsprogramm zu unterziehen. Wir wählten dabei die Form einer frisch fröhlichen Carreise mit andern Ausländern und - um das Sahnehäubchen aufzusetzen - sogar echten Franzosen. Wir waren damit einerseits auf engstem Raum (Car) etwa vier Dutzend Lebewesen unserer Gattung ausgesetzt und andererseits mit einer Sprache konfrontiert, der wir in der letzten Zeit erfolgreich ausgewichen waren: Französisch.

Die Reise an die Loire und ihre Schlösser entpuppte sich als überraschender Tripp in die Vergangenheit. Nun könnte man fragen: "Klar: Schlösser = Mittelalter = Vergangenheit... Was soll daran überraschend sein?" Ich gebe zu, das ist klar. Doch davon will ich gar nicht sprechen. Nein, das Überraschende war vielmehr das Verhalten einiger unserer (mehr oder weniger gleichaltrigen) Mitreisenden, das uns ein bisschen an die ersten Ferienlager unserer anbrechenden Jugend gemahnte. Sprich: Hormone. Überall.
Am "bunten Abend" mit Kuschelrock fanden sich gleich sechs Herzen. Der zweite Tag unserer Reise war dann auch stark durch diese drei Pärchen geprägt - zumindest was Abfahrtszeiten betrifft. Aus unerklärlichen Gründen erschienen diese immer zu spät am vereinbarten Treffpunkt und waren auch sonst kaum zu sehen...
Mir war das glückliche Los beschieden auf der Heimreise hinter jenem neuen Paar zu sitzen, das seine frische Liebe am meisten zelebrierte. Da die beiden Liebestrunkenen ihre Sitzlehnen so weit wie möglich nach hinten stellten, hatte ich während der dreistündigen Heimfahrt eine einwandfreie Sicht auf das Spektakel, das sich vor mir abspielte. Selbst als ich in einem Anflug von Diskretheit (der etwa drei Stunden dauerte) versuchte aus dem Fenster zu schauen, bot sich mir erneut derselbe Anblick dar, da es draussen bereits dunkel war und die Scheibe nunmehr eher die Bezeichnung "Spiegel" verdiente.
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