Das Verhalten geschlechtsreifer Grossstädter im Dezember
Nach einigen Wochen Isolation - verschuldet durch Metro-Streik und Uni-Blockade - entschlossen k. und ich uns letztes Wochenende einem Intensiv-Resozialisierungsprogramm zu unterziehen. Wir wählten dabei die Form einer frisch fröhlichen Carreise mit andern Ausländern und - um das Sahnehäubchen aufzusetzen - sogar echten Franzosen. Wir waren damit einerseits auf engstem Raum (Car) etwa vier Dutzend Lebewesen unserer Gattung ausgesetzt und andererseits mit einer Sprache konfrontiert, der wir in der letzten Zeit erfolgreich ausgewichen waren: Französisch.
Die Reise an die Loire und ihre Schlösser entpuppte sich als überraschender Tripp in die Vergangenheit. Nun könnte man fragen: "Klar: Schlösser = Mittelalter = Vergangenheit... Was soll daran überraschend sein?" Ich gebe zu, das ist klar. Doch davon will ich gar nicht sprechen. Nein, das Überraschende war vielmehr das Verhalten einiger unserer (mehr oder weniger gleichaltrigen) Mitreisenden, das uns ein bisschen an die ersten Ferienlager unserer anbrechenden Jugend gemahnte. Sprich: Hormone. Überall.
Am "bunten Abend" mit Kuschelrock fanden sich gleich sechs Herzen. Der zweite Tag unserer Reise war dann auch stark durch diese drei Pärchen geprägt - zumindest was Abfahrtszeiten betrifft. Aus unerklärlichen Gründen erschienen diese immer zu spät am vereinbarten Treffpunkt und waren auch sonst kaum zu sehen...
Mir war das glückliche Los beschieden auf der Heimreise hinter jenem neuen Paar zu sitzen, das seine frische Liebe am meisten zelebrierte. Da die beiden Liebestrunkenen ihre Sitzlehnen so weit wie möglich nach hinten stellten, hatte ich während der dreistündigen Heimfahrt eine einwandfreie Sicht auf das Spektakel, das sich vor mir abspielte. Selbst als ich in einem Anflug von Diskretheit (der etwa drei Stunden dauerte) versuchte aus dem Fenster zu schauen, bot sich mir erneut derselbe Anblick dar, da es draussen bereits dunkel war und die Scheibe nunmehr eher die Bezeichnung "Spiegel" verdiente.
Die Reise an die Loire und ihre Schlösser entpuppte sich als überraschender Tripp in die Vergangenheit. Nun könnte man fragen: "Klar: Schlösser = Mittelalter = Vergangenheit... Was soll daran überraschend sein?" Ich gebe zu, das ist klar. Doch davon will ich gar nicht sprechen. Nein, das Überraschende war vielmehr das Verhalten einiger unserer (mehr oder weniger gleichaltrigen) Mitreisenden, das uns ein bisschen an die ersten Ferienlager unserer anbrechenden Jugend gemahnte. Sprich: Hormone. Überall.
Am "bunten Abend" mit Kuschelrock fanden sich gleich sechs Herzen. Der zweite Tag unserer Reise war dann auch stark durch diese drei Pärchen geprägt - zumindest was Abfahrtszeiten betrifft. Aus unerklärlichen Gründen erschienen diese immer zu spät am vereinbarten Treffpunkt und waren auch sonst kaum zu sehen...
Mir war das glückliche Los beschieden auf der Heimreise hinter jenem neuen Paar zu sitzen, das seine frische Liebe am meisten zelebrierte. Da die beiden Liebestrunkenen ihre Sitzlehnen so weit wie möglich nach hinten stellten, hatte ich während der dreistündigen Heimfahrt eine einwandfreie Sicht auf das Spektakel, das sich vor mir abspielte. Selbst als ich in einem Anflug von Diskretheit (der etwa drei Stunden dauerte) versuchte aus dem Fenster zu schauen, bot sich mir erneut derselbe Anblick dar, da es draussen bereits dunkel war und die Scheibe nunmehr eher die Bezeichnung "Spiegel" verdiente.
Kommentare
k.
@ 07.12.2007 13:15 CEST
jetzt lob ihn bloss nicht so! sonst hört er grad wieder auf, der faule :-)
jetzt lob ihn bloss nicht so! sonst hört er grad wieder auf, der faule :-)
mareien
@ 08.12.2007 13:00 CEST
neinein, das ist nur zum motivieren! so damit er ein gutes gefühl hat und sich geschätzt fühlt wenn er bloggt und so, weisst!
neinein, das ist nur zum motivieren! so damit er ein gutes gefühl hat und sich geschätzt fühlt wenn er bloggt und so, weisst!
Anna
@ 11.12.2007 19:02 CEST
Und was ich mich auch schon seit einigen Tagen frage: was tat k. derweilen l. da belästigt wurde?
Und was ich mich auch schon seit einigen Tagen frage: was tat k. derweilen l. da belästigt wurde?
l.
@ 12.12.2007 01:18 CEST
Hatte leider kein Buch dabei. Ja, ich weiss, das mag komisch klingen.
k. sass vorne im Car. Weil sonst übel.
Hatte leider kein Buch dabei. Ja, ich weiss, das mag komisch klingen.
k. sass vorne im Car. Weil sonst übel.
Einen Kommentar hinzufügen
Dieser Blog unterstützt gravatare.
Die Email Adresse wird nie veröffentlicht.
Kommentarspam wird gelöscht!