BlogBilderÜber diesen BlogKontakt

Postpraktikumsära

Es rumpelt und schreit und trompetet sobald man das Fenster öffnet: Es ist Quartierfest. Und obwohl das Kindergeschrei mich heute morgen vom schlafen abgehalten hat, und obwohl die Musik die in voller Lautstärke durchs Quartier hallt Ohrenkrebs verursacht, freue ich mich mit den anderen Quartierbewohnern. Denn heute ist der erste Tag der Postpraktikumsära und daher ist dies auch der letzte Beitrag der Rubrik Praktikanten tun! Juhuuuuuu! (Heute tanze ich sogar zu britney spears!)
Kommentare (0)  Permalink

Listen

Die Zeit rast, die Tickets sind gebucht, der ******** rückt näher. Gleichzeitig scheint die Restpraktikumszeit nicht vergehen zu wollen. Besonders die letzten Tage (noch bis 30. Juni) sind zäh und vergehen nur langsam. Das Arbeitsklima wird immer schlechter, die Leute immer gestresster und müder. Der Spass an der Arbeit (falls es denn so was gibt) hält sich also in Grenzen. Nach einem kleinen (vierstündigen) Eklat de la folle verlässt uns meine Mitpraktikantin bereits heute; verständlicherweise.

ABER: Man ist sicher. Es gibt ein Leben danach!! Und dafür bastle ich Listen mit Dingen die ich machen will/muss. Darunter finden sich Dinge wie:

- Ledertasche kaufen (eine Wochenendverreistasche für wenig Geld, erhältlich bei der Porte Clignancourt)

- Bateaubus fahren

- Rodinmuseum besuchen

- Bankkonto aufloesen

- In Ruhe Kaffee trinken; am Morgen in der Sonne auf einer Terrasse!!!!

- Shopping mit Mitpraktikantin in Belleville

- In Parks rumhaengen und lesen

- Kochen (endlich mal wieder)

- In Ménilmontant essen gehen

- Vélib fahren

- Die Nacht durchtanzen

- Zur Abwechslung mal nicht l. das Geschirr spülen lassen

Falls noch jemand Ideen zur Listenergänzung hat, n’hésitez pas!


(Natuerlich mache ich Blogbeitraege nur noch auf Arbeitszeit :-))

Kommentare (1)  Permalink

Bakterium in der Lunge

Heute fand in dem tollen kulturellen Dings wo ich arbeite mal wieder eine Vernissage statt. Wir (also das Team) hatten bereits mehrere Wochen im Voraus gezittert: So schlecht wie das Ganze eingefädelt worden war, konnte es eigentlich nur schief gehen.

Schliesslich haben wir aber alles in letzter Minute hingekriegt (neue, echte Ausstellungsbeleuchtung, neue weisse Wände, neue Deko im salon de thé, echte cimaises um die Bilder aufzuhängen, Übersetzungen der kalligraphierten arabischen Gedichte, eine Doku zum Dichter etc.), während sich die nette Vorgesetzte in die Ferien abgesetzt und nicht einen Gedanken daran verschwendet hatte, dass diese Ausstellung für unser mehrheitlich nicht arabisch sprechendes Publikum vielleicht nicht sehr évident zu verstehen sei.
Dass sie an der Vernissage dann keine Ansprache halten kann, weil sie die Werke erst dann entdeckt und im Beisein ihrer (geschwätzigen) Mutter ausgerechnet mit dem Typen flirtet, der uns bei seinem letzten Anruf erklärt hat, dass er jetzt gerade aus „weissauchnichtwo“ zurückgekehrt ist nachdem er „weissnichtwo“ war, aktuell bei seinen Eltern wohnt und ein Bakterium in der Lunge hat, dass ihm das Sprechen erschwert, illustriert meiner Meinung nach sehr schön ihre diversen Qualitäten.
Dass wir (die beiden Praktikantinnen, die beiden Mitarbeiterinnen, die Frau vom Buffet, der agent d’accueil, l. und eine Freundin der Mitpraktikantin), die wir alle aufbrechen wollten, das auch noch mit ansehen mussten, weil er der letzte Gast war der partout nicht gehen wollte, veranschaulicht die Absurdität der ich jeden Tag ausgesetzt bin.
Kommentare (0)  Permalink

Ausweg aus der Krise

Diese Woche triffts die andere Praktikantin...
Kommentare (5)  Permalink

Krise

Es wird immer schlimmer mit dem Praktikanten tun. Ich weiss nicht mehr was machen, bin ständig unter Druck, schlafe nicht mehr gut, habe je nachdem auch mal einen Heulkrampf und mein Aktionsradius ist so eingeschrenkt, dass ich heute zum erstenmal seit einer Woche nicht nur meinen Arbeitsweg hin- und zurückgelaufen bin (wohlgemerket, das sind 200m), sondern sogar zum nächstgelegenen Boulvard gegangen bin um Geld abzuheben! Wow! Und das obwohl Paris doch 20 Arrondissments hat. Z-W-A-N-Z-I-G, nicht ein halbes!
Ich habe entweder ein Problem mit Autoritätspersonen, eine generelle Arbeitsallergie oder ich habe einfach den falschen Betrieb erwischt. Oder alles zusammen. Und der Gedanke noch bis Ende Juni dort zu bleiben macht mir Ausschlag und Herzrasen. Auf alle hab ich wohl gerade das, was man landläufig eine Krise nennt. Hoffentlich bringt mich das Konzert von heute abend auf andere Gedanken.
Und ich hab gedacht Paris sei die Stadt der Liebe, gopfertori!
Kommentare (4)  Permalink

Die Spitze des Eisbergs

Eure Drohungen überzeugen mich, ich blogge! Zu gross ist die Angst, dass das wirklich ernsthafte Konsequenzen haben könnte (ja, die vom zwischenbericht, dein auf den Tischklopfen fürchte ich besonders fest).
Aber: Wenn ihr mich schon unter Druck setzt (schluchz), dann erwartet bloss nicht, dass die folgenden Zeilen euch interessieren könnten. Es ist hier nämlich grad langweilig (ja auch in Paris ist das möglich!!!). Zwar besuche ich brav Ausstellungen, habe ein mehr oder minder reges Sozialleben und einen wirklich (!!!) nervenaufreibenden und zeitintensiven Job, aber sonst passiert nicht viel.
Eine kleiner Ausschnitt des heutigen Nachmittags muss euch also genügen: Heute hatten wir in unserem Kulturzentrum eine Vernissage einer sehr schönen Ausstellung mit dem klingenden Titel "Le hammam dévoilé". Die beiden Künstler Pascal Meunier und Anna Puig Rosado haben mit viel Zeit und Einfühlungsvermögen wunderschöne Porträts von den sehr intimen Badeszenen in unterschiedlichen Hammams rund ums Mittelmeer gemacht, die sie, mit Musik und Annekdoten diverser Hammambesucher angereichert, präsentiert haben. Alles in allem also ein sehr schöner Event....eigentlich.
Bloss ist unser Zentrum so schlecht ausgestattet, dass wir die Photos nicht mal beleuchten konnten, wie es hätte sein müssen, da wir in einer ehemaligen Schule untergebracht sind und sich eine bestimmte Person einen Deut darum schert, sich um das notwendige Equipement zu kümmern. Und das ist erst die Spitze des Eisberges. Wir haben nämlich auch keine Künstlerloge oder gar Duschen, so dass ich die Fotografin kurzerhand mit zu mir nach Hause genommen habe, damit sie sich nach der Montage der Ausstellung zumindest schnell für die Vernissage frisch machen konnte, la pauvre.
Kommentare (14)  Permalink

So ists!

Kaum 3 Tage geschafft und schon 5 Stunden Überzeit. So ists! Und heute dank Abwesenheit der Chefin und Nierenkolik der Mitarbeiterin den Laden auch schon einen halben Tag allein geschmissen (ein grosses Wort, schliesslich hab ich ja noch nicht so den Überblick was man alles schmeissen kann). Zu den glorreichen Aufgaben des Tages gehörte: Den Informatikdienst zu informieren dass der Rundmail Versand permanent fehlschlägt, die Chefin erreichen, den Typen vom Hausdienst dazu zu bewegen endlich Klopapier zu liefern (ja, hier herrschen andere Zustände :-)), von der Seife ganz zu schweigen, die Chefin erreichen, den Informatikdienst belästigen weil ich meinen Emailaccount immer noch nicht habe (bald kenn ich da alle), die Chefin erreichen, Rendez-vous festsetzen, Rendez-vous absagen, die Chefin erreichen. Schliesslich kam dann aber alles gut und der krönende Abschluss des Tages war das Visionnieren einer eeeeextrem schlecht gespielten, ägyptischen TV-Serie ("Da spielen alle grossen Schauspieler des ägyptischen Kinos mit" Aha...) aus den Achtzigern über das Leben eines wichtigen ägyptischen Literaten um die Jahrhundertwende. So ist's!
Kommentare (5)  Permalink
1-7/7